DER TOTENKOPF

Jede gut geschminkte Maske ist auf der Anatomie des Schädels aufgebaut. Die Form des knöchernen Kopfteils bestimmt den individuellen Kopfschnitt und damit die Möglichkeiten, die Gesichtsflächen organisch zu modellieren. Gerade beim Altschminken oder Totenkopf schminken ist es unerlässlich, die menschliche Schädelform zu kennen. Mit zunehmendem Alter erschlaffen die Muskeln und die Haut passt sich immer mehr der Schädelform an.


     

1.  Es erleichtert später das Schminken, wenn Ihr vor dem Auftrag des Grundteints die Gesichtsknochen abtastet. Der Schädel setzt sich aus Hirn- und Gesichtsschädel zusammen. Der Hirnschädel beginnt direkt an den Augenbrauen. Der Gesichtsschädel ist in Ober- und Unterkiefer unterteilt. Der Unterkiefer ist beweglich. Setzt eine Glatze auf, und klebt die Kappe entlang der Ränder am Kopf fest. In diesem Fall muss die Glatze die Ohren verdecken.
     
2.  Elfenbeinfarbenen Grundteint auftragen. Dabei die Augenhöhlen, die Nasenspitze und den Kieferbereich aussparen. Diese Stellen sollen später tiefschwarz werden und dürfen sich nicht mit der hellen Farbe vermischen. Auf die Glatze wird der Grundteint mit einem Schwämmchen getupft. Bis die Schminke vollständig deckt, müssen meist zwei Schichten geschminkt werden. Das Gesicht und die Glatze abpudern.

     

3.  Zeichnet die Augenhöhlen mit einem schwarzen Kajal vor. Dabei die spezielle Form der Augenhöhlen beachten. Mit schwarzer Schminke werden die Flächen innerhalb der vorgezeichneten Markierungen ausgefüllt. Harte Konturen setzen.
     
4.  Ebenso wird mit der Nase verfahren. Da die Nasenspitze nicht aus Knochen besteht, ist die schwarze Nasenhöhle ein charakteristisches Merkmal eines Schädels. Die Nasenspitze und der Nasenflügel werden schwarz ausgemalt und nur das Nasenbein bleibt stehen.

     

5.  Die Kieferpartie vorzeichnen, dabei die Zähne vorerst aussparen. Die untere Kinnleiste wird ebenfalls schwarz eingefärbt und an der Kinnspitze leicht hochgezogen. Dadurch erhält die Maske härtere Konturen. Die scharfe Kieferlinie wird deshalb auch gerne verwendet für markante Männerköpfe, dämonische Sagengestalten und Hexenfiguren.
     
6.  Das Schläfenbein bildet eine leichte Vertiefung. Das Schwarz sollte daher zu den Seiten und nach oben hin weich auslaufen. Mit einem sauberen Schwämmchen die helle Grundfarbe leicht in die Schläfenvertiefung hineinwischen.

     

7.  Modelliert den Hirnschädel, die Jochbeine und den Unterkiefer: Die Schatten werden vorsichtig mit dem schwarzen Schwämmchen aufgetragen. Hell wird auf die Augenwülste, das Jochbein, das Nasenbein und auf die Kinnlade gesetzt. Mit einem schwarzen Kajal die Zähne über die Lippen und in die Wangen hineinzeichnen. Mit einem sauberen Pinsel die Zähne weiß ausmalen. Etwas Schwarz wird zwischen die Zahnhälse getupft.
     
8.  Wenn der Hals über dem Kostüm sichtbar bleibt, muss er ebenfalls schwarz geschminkt werden. Wer möchte, kann zwei oder drei Knochen der Wirbelsäule einzeichnen.
Sollte noch ein wenig Lippenrot sichtbar sein, wird es mit schwarz abgedeckt.

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